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Der Schwur der Wikinger: Ralley durch Grabmäler

Im 6. von bisher 11 erschienen Bände aus der Fargo-Reihe muss sich das Ehepaar Sam und Remi Fargo nicht nur Hitze, Kälte und Kanonenkugeln stellen, sie treffen auch einen alten Feind wieder.

Gegenwart und Vergangenheit, alte Geschichte und Geschichten sowie moderne Archäologie werden in diesem Roman vereint und das in einem Tempo, das mich beim Lesen schwindelig gemacht hat.

Das erste Kapitel versetzt uns in das Zeitalter der Wikinger und beschreibt die letzten Tage und Stunden einer Bootsmannschaft, die auf der Heimfahrt ist. Dabei werden sie von einem Unwetter überrascht und bleiben im Eis stecken.

Blende in die Neuzeit: das erfolgreiche, nach Geld stinkende Ehepaar Fargo ist aus Jucks und Dollerei auf der Suche nach einem gesunkenen Schiff irgendwo.. und ich habe tatsächlich vergessen, wo. Danach geht es dahin und dorthin bis sie in Mittelamerika auf den Kern der Geschichte stoßen.

Ihr merkt, so ganz gefiel mir der Roman nicht. Die Orte werden stimmungsvoll beschreiben, das Pärchen liebt sich und ist charmant mit einander, die Bösen sind echt böse. Das alles funktioniert bestens und macht Spaß zu lesen. Außerdem hatte ich den Eindruck, dass die archäologischen Details sowie die im Buch entwickelte Geschichtshypothese stimmen könnten.

Aber ständig muss der Autor darauf hinweisen, dass die Familie Fargo genug Geld hat, um sich das alles leisten zu können. Es werden ständig Spirituosen namentlich erwähnt und am Ende jedes Kapitels wird in einem teuren Laden diniert. Vielleicht ist es eine Marotte des Autors Cussler, mir war es zu viel.

Der Schwur der Wikinger
Der Schwur der Wikinger

Mein Fazit: Ein spannender Abenteuerroman mit archäologischem Hintergrund, der sich leicht liest und in die Urlaubstasche gehört. Wer die Getränke nachtrinken will, muss aber bestimmt sein Monatsverdienst ausgeben.

Über den Autor

Der Veteran des Koreakriegs weiß, wovon er in seinen vielen Bestsellern schreibt. Als Techniker und Flugzeugingenieur lernte er 1953 militärische Extremsituationen selbst kennen, bevor er sie in seinen Büchern für die Leser spannend verdichtete. Seinem Leben als Autor gingen allerdings noch Jahre als Texter und Kreativdirektor in verschiedenen Werbeagenturen voraus, in denen er preisgekrönte Kampagnen entwarf. Seit dem ersten Bestseller mit Dirk Pitt als Hauptfigur (1965) verfasst er Buch für Buch und kümmert sich ehrenamtlich um die amerikanische Seefahrtsgeschichte. Mit seiner Organisation NUMA hat er 60 bedeutende Schiffswracks entdeckt und ihren historischen Inhalt der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Autor: Clive Russler
Autor: Clive Russler

Bei diesem Band wird Russel Blake als Ko-Autor genannt.

Co-Autor Russel Blake
Co-Autor Russel Blake

Aus dem Klappentext

In der Arktis entdecken Sam und Remi Fargo ein Langboot der Wikinger. An Bord befinden sich – neben einem riesigen Goldschatz – Hinweise auf den Verbleib des sagenumwobenen Auge des Himmels. Die beiden Schatzjäger kämpfen sich bald durch undurchdringliche Dschungel und dringen in uralte Tempel und Gräber ein. Doch ihre Suche ist nicht unbemerkt geblieben, und plötzlich befinden sie sich zwischen den Fronten von Verbrechern und skrupellosen Grabräubern. Werden Sam und Remi Fargo die Lösung für ein Jahrtausende altes Rätsel finden – oder den Tod?

  • Titel: Der Schwur der Wikinger: Ein Fargo-Roman
  • Autor: Clive Cussler + Russell Blake
  • Umfang: 512 Seiten
  • Erscheinungsdatum: 14. März 2016
  • Erschienen im: Blanvalet Verlag
  • Preis: 10,99 €
  • ISBN-13: 978-3734102363