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In einer Band muss man immer Kompromisse schließen und deshalb war es klar, dass die Frontfrau der Alabama Shakes irgendwann ein Soloalbum aufnehmen würde. Auf “Jaime” geht es um ihre ganz persönliche Sicht auf die Welt und ihr Leben. Jaime, so hieß die ältere Schwester von Brittany Howard, die ihr Gitarre beibrachte und leider viel zu früh an Krebs starb. Brittany Howard hat ihr dieses Album gewidmet und klagt in ihren Texten die Bigotterie der Kirche und den Rassismus in den USA an. Dass sie Frauen liebt, ist selbstverständlich auch ein Thema. Ihr Gesang ist sehr intensiv und Brittany Howard spannt musikalisch den Bogen von Nina Simone über Prince bis hin zu Erykah Badu. Vom Stax-Soul der Alabama Shakes ist auf “Jaime” nichts zu hören, obwohl zwei ihrer Bandkollegen daran beteiligt sind. Das Solodebüt von Brittany Howard zeigt eine verletzliche Seele mit klarer Haltung und viel Mut zum Experiment.  

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