Ready Player One: Roman zwischen Utopie und Wirklichkeit

Ready Player One: Roman zwischen Utopie und Wirklichkeit

Nachdem ich diesen Roman schon im letzten Jahr goutiert hatte und toll fand, wollte ich es nicht versäumen auch darüber zu berichten und habe nochmals reingeblättert.

Und mit Schrecken gemerkt, dass die Realität bereits einen Schritt weitergegangen ist, die Utopie allerdings auch.

Der Roman handelt vom jungen Wade Watts der in einem verarmten, herunter gewirtschafteten Amerika des Jahres 2044 lebt. Armut, Arbeitslosigkeit, Energiemangel sind die täglichen Aufgaben, die die Bevölkerung kaum bewältigen kann.

Daher fliehen die meisten Menschen in die virtuelle Welt der OASIS. Dort kann man in Form eines Avatars (einer virtuellen Abbildung) leben, lernen, lieben und Abenteuer bestehen. Wade ist ebenfalls den lieben langen Tag dabei. Er geht zur Schule, hat Freunde (anfangs einen, dann immerhin 3) und erlebt die Jagd seines Lebens.

Der Erfinder der OASIS stirb und ruft eine Jagd auf ein Ei aus, dass dem Finder sein Erbe zu kommen lässt. Ein Erbe über Milliarden von Dollar und damit für Millionen Glücksrittern interessant.

Der Sci-Fi Roman wird damit zu einem Abenteuer- und weil es auch Mord und Todschlag gibt, zu einem Detektivroman.

Die Story selber ist interessant und spannend. Die ständigen Verweise auf die Popkultur der 80iger Jahre sehr lustig, wenn man dort sozialisiert wurde.

Was den Roman aber zum Knaller für uns Spieler in den virtuellen Welten macht, ist die Beschreibung der OASIS mit seinem haptischen Eingabegeräten, der VR Brillen und Datenhandschuhen. Und verrückterweise ist die Zukunft im Realen wie im virtuellen Raum ganz nahe.

Das reale Szenarium, die Verarmung weiter Massen, die Arbeitslosigkeit, die hohe Kriminalitätsrate sind bereits jetzt Fakten. Eine Welt wie die OASIS wird gerade gebaut. Beispiele dafür sind Sansara oder Star Citizen. Sie sind auf dem besten Wege bald Realitätsersatz werden zu können.

Mein Fazit: Ready Player One ist ein Knaller. Als Roman für alle die spannende Sci-Fi Romane mögen. Und wer sich für virtuelle Welten und deren Entwicklung interessiert kommt an diesem Roman nicht vorbei.

Über den Autor:

Ernest Cline ist Roman- und Drehbuchautor, Vater und Vollzeit-Geek. Sein Debut ›Ready Player One‹ galt sofort nach Erscheinen als Klassiker und ist einer der erfolgreichsten Science-Fiction-Romane der letzten Jahre. Nach seinem Bestsellererfolg kaufte er sich als Erstes einen DeLorean (mit Fluxkompensator), den legendären Wagen aus ›Zurück in die Zukunft‹, mit dem er auf Lesereisen geht. Cline lebt mit seiner Familie in Austin, Texas.

Aus dem Klappentext:

Im Jahr 2044 hat die reale Welt für Wade Watts nicht mehr viel zu bieten. Daher flieht er – wie die meisten Menschen – in das virtuelle Utopia von OASIS. Hier kann man leben, spielen und sich verlieben, ohne von der bedrückenden Realität abgelenkt zu werden. Da entdeckt Wade in einem Online-Game den ersten Hinweis auf einen unsagbar wertvollen Schatz, den der verstorbene Schöpfer von OASIS in seiner Cyber-Welt versteckt hat. Plötzlich ist Wade eine Berühmtheit, aber er gerät auch in das Visier eines Killerkommandos – in OASIS und in der Realität. Wade weiß, dass er diese mörderische Hetzjagd nur überleben kann, wenn er das Spiel bis zu seinem ungewissen Ende spielt!

Autor: Ernest Cline

Umfang: 512 Seiten

Erscheinungsdatum: 26. März 2012

Erschienen im: Penhaligon Verlag

Preis: 29,99 € (gebundene Ausgabe)

ISBN: 978-3764530907

Post Author: Michael Taube