Black Out: Anleitung zum Angst haben |

Black Out: Anleitung zum Angst haben

Veröffentlicht von Michael Taube am

Wenn man sich selber irgendwann mal mit KRITIS, Energieknappheit und Sicherheit beschäftigt hat, wird man auf „Black Out – Morgen ist es zu spät“ von Marc Elsberg treffen. Bei mir trifft das zu, es hat aber einige Jahre gedauert.

Ihr erinnert euch bestimmt. Vor 2 – 3 Jahren hat unsere Bundesregierung aufgerufen Vorräte anzulegen für Krisenzeiten. Ich bin mir sicher, dass dieser Aufruf kam, nachdem Frau Merkel im Urlaub dieses Buch las.

Marc Elsberg ist bekannt dafür sehr intensiv recherchierte Romane zu produzieren. Im Roman Black Out ist es ihm gelungen ein sehr vielschichtiges und schwere Thema aufzuarbeiten.

Das Szenario selber ist schon fast nicht vorstellbar. Eine kleine Gruppe von Menschen legt in Europa das Energiesystem lahm. Was erst wie eine Panne aussieht, entwickelt sich für die Bevölkerung Deutschlands (Deutschland wird für die Szenarien mit der Bevölkerung bevorzugt beschrieben) zu einer Katastrophe mit hunderttausenden Toten.

Elsberg begleitet mehrere Leute, die für unterschiedliche Regierungs- wie Europaverwaltungen arbeiten. Er beschreibt deren Aktionen und Aktivitäten, aber auch ihre seelische Entwicklung innerhalb von drei Wochen. Dazu gibt es noch einen italienischen Hacker und eine amerikanische Journalistin, die die Geschichte treiben.

Da ich mich mit der Thematik beruflich bereits etwas auseinandergesetzt habe, erscheint mir der Beginn etwas zäh. Aber ihr dürft mir glauben, alles was der Autor dort beschreibt sind bekannte und anerkannte Wahrheiten.

Aufbauend auf diese Grundlage entwickelt Elsberg dann die Geschichte der Katastrophe. Vielleicht werden euch die vielen Namen und Spielorte etwas verwirrend sein am Anfang, bei mir war es jedenfalls so, im Laufe des Romans kommt man aber gut rein und kann die Handlungsstränge gut verbinden.

Auch wenn ich zu beginn des letzten Viertels des Romans geglaubt habe, dass es ein Happy End geben könnte, darf ich berichten: nein, es gibt kein Happy End nach solcher Katastrophe über Jahre und Jahrzehnte nicht.

Wenn ich nicht gerade Ernst Cline „Ready Player One“ zu meinem Buch des Jahres gemacht hätte, Elsberg „Black Out“ wäre es bestimmt geworden.

Mein Fazit: Rasant und spannend und inhaltlich so wahr wie erschreckend. Ihr werdet Wasserflaschen in den Keller schleppen!

 

Über den Autor:

 Marc Elsberg wurde 1967 in Wien geboren. Er war Strategieberater und Kreativdirektor für Werbung in Wien und Hamburg sowie Kolumnist der österrei

chischen Tageszeitung »Der Standard«. Heute lebt und arbeitet er in Wien. Mit seinen internationalen Bestsellern BLACKOUT und ZERO etablierte er sich auch als Meister des Science-Thrillers. Beide Thriller wurden von »bild der wissenschaft« als Wissensbuch des Jahres in der Rubrik Unterhaltung ausgezeichnet und machten ihn zu einem gefragten Gesprächspartner von Politik und Wirtschaft.

 Aus dem Klappentext:

 

An einem kalten Februartag brechen in Europa alle Stromnetze zusammen. Der totale Blackout. Der italienische Informatiker Piero Manzano vermutet einen Hackerangriff und versucht, zu den Behörden durchzudringen – erfolglos. Als Europol-Kommissar Bollard ihm endlich zuhört, werden dubiose E-Mails auf seinem Computer gefunden. Selbst unter Verdacht wird Manzano eins klar: Ihr Gegner ist ebenso raffiniert wie gnadenlos. Unterdessen liegt Europa im Dunkeln, und die Menschen stehen vor ihrer größten Herausforderung: Überleben.

Titel: Black Out – Morgen ist es zu spät

 

Autor: Marc Elsberg

 

 

Umfang: 801 Seiten

Erscheinungsdatum: 19.03.2012

Erschienen im: Blanvalet Verlag

Preis: 19,99 €

ISBN: 978-3-7645-0445-8