Album der Woche: Jack White - Boarding house reach |

Album der Woche: Jack White – Boarding house reach

Veröffentlicht von Michael Taube am

Wenn man sich vor Augen führt, was Jack White so alles in den vergangenen knapp 20 Jahren getrieben hat, kriegt man allein schon vom Lesen einen Burnout: Elf Studioalben mit drei verschiedenen Bands, zwei Soloalben, diverse Soundtrackbeiträge und Kollaborationen, die Gründung eines eigenen Plattenlabels und dazwischen hatte er auch noch genug Zeit, ein Kinderbuch zu schreiben und im Bürgerkriegs-Epos “Unterwegs nach Cold Mountain” mitzuspielen. Dafür, dass wir beim Detroiter von einem der künstlerisch rastlosesten Rockmusiker seiner Zeit und Größenordnung sprechen, hätte es also nicht unbedingt nochmal ein eigenes Zeugnis gebraucht, doch das hält ihn natürlich nicht davon ab, mit “Boarding house reach” genau das abzuliefern. In seinem 21. Karriere- und 43. Lebensjahr hat White nicht weniger als sein ambitioniertestes und radikalstes Werk überhaupt geschaffen, eine mit unzähligen Ideen überfrachtete Kulmination purer Experimentierfreude, die sich einen Dreck um irgendwelche Genre- oder Songgrenzen schert.

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