Album der Woche: Franz Ferdinand – Always ascending

Veröffentlicht von Michael Taube am

Diese ständigen Vergleiche waren damals in der Retro-Welle – die aus heutiger Sicht tatsächlich weniger nach Retro klingt – natürlich Quatsch. War “Franz Ferdinand” 2004 das omnipräsente Album, um alle glücklich zu machen, wurden Bloc Party bereits ein Jahr später mit “Silent alarm” als deren Nachfolger ausgerufen. Dass die beiden Platten höchstens entfernt ähnlich klangen, schien seltsamerweise niemanden zu stören. Umso kurioser, dass die Karrieren beider Bands im Jahr 2018 durchaus einige Parallelen besitzen. Album Nummer fünf muss nämlich ohne wichtige Gründungsmitglieder auskommen. Bei Bloc Party war das vor allem Matt Tong, der mit seinem verwirbelten Schlagzeugspiel ein klarer Fixpunkt des Sounds auf “Silent alarm” war. Im Hause Ferdinand trennte sich nun Nick McCarthy im Freundschaftlichen von der Truppe. Kein unbedeutender Einschnitt, waren sowohl seine Künste an der Gitarre als auch sein deutschsprachiger Hintergrund prägend für den Stil der Band. Bloc Party brachten nach dem Umbruch nicht mehr als das zurückhaltende, bestenfalls mediokre “Hymns”zustande. Genau hier nehmen Franz Ferdinand leider auch die Parallele auf.

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