Album der Woche: Ezra Furman - Transangelic exodus |

Album der Woche: Ezra Furman – Transangelic exodus

Veröffentlicht von Michael Taube am

Man stelle sich vor: Engel sind verboten. Wer ihnen Unterschlupf gewährt, macht sich strafbar. Und Ezra Furman? Der hat, je nach Wahrnehmung, entweder das große Los gezogen oder ein Problem, denn er liebt einen von ihnen. Und so befindet sich der Mann aus Berkeley, seit einiger Zeit auch abseits der Bühne mit Make-Up, Perlenkette und in Frauenkleidern unterwegs, zusammen mit dem angebeteten Astralwesen auf der Flucht – so weit, so romantisch. Die “queer outlaw story”, die Furman auf seinem sechsten Album erzählt, spielt jedoch nicht etwa in einer fernen, dystopischen Zukunft, sondern im Hier und Jetzt, sodass “Transangelic exodus” vor allem als Parabel auf die Ausgrenzung von Minderheiten, restriktive Regierungen und gesellschaftliche Paranoia funktioniert. “Perpetual motion people” einmal anders – und das gleich in mehrerlei Hinsicht.

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