Album der Woche: Editors - Violance |

Album der Woche: Editors – Violance

Veröffentlicht von Michael Taube am

Obwohl Editors ursprünglich mal als Interpol-Klon verschrien waren – von Leuten, die offenbar noch nie Joy Division gehört hatten – haben es die fünf aus Birmingham zu einem unverwechselbaren, eigenständigen Sound gebracht. Das darf man auch dann attestieren, wenn einen der zunehmende Bombast und Pathos spätestens irgendwo zwischen dem Erfolgsalbum “In this light and on this evening” und dem tatsächlich viel zu aufgeblasenen “The weight of your love” zum Absprung bewegte. Das sechste Werk “Violence” wird daher exakt niemanden mehr schockieren, der noch an Bord ist, wenn Vokalist Tom Smith gleichsam bedeutungsschwangere wie inhaltsleere Zeilen à la “Baby, we’re nothing but violence” in die gedachte Arena schmettert und dazu die Percussion donnert wie fünf Elefantenherden. Es braucht schon etwas “Forgiveness”, um über diese Plakativität hinweg zu sehen. Zum Glück machen Editors einem das wiederum einfach.

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